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Korto - Jeff Konsbrück

Edition N°03 · Juni 2024 Lesezeit 4 min
Korto - Jeff Konsbrück

Der Begriff „Porto“ ist längst weit über die Grenzen des portugiesischen Douro-Tals bekannt. Wie kamen Sie auf den Namen „Korto“, Jeff Konsbrück?

Es gibt ein Gesetz, das den Namen „Porto“ für jeglichen Portwein verbietet, der nicht im Douro-Tal produziert wurde. Es blieb uns keine andere Wahl, als etwas kreativer zu werden. So haben wir den „Porto“ mit unserem Nachnamen kombiniert und herauskam „Korto“, was glücklicherweise noch nicht geschützt war.

Der Portwein erfreut sich weit über die Grenzen Portugals großer Beliebtheit. Wann sind Sie auf die Idee gekommen, selbst Portwein zu produzieren?

Mein Vater hat schon vor Jahren damit angefangen. Hatten wir bei den Ernten zu viel Ertrag, haben wir die überschüssigen Trauben zur Produktion von Portwein benutzt. Und als ich den Betrieb 2013 übernahm, dachte ich mir, es wäre doch nett, eine eigene Spezialität zu produzieren. Da wir zu dem Zeitpunkt noch ein Fass im Keller rumliegen hatten, war das der perfekte Zeitpunkt, um damit anzufangen. Mittlerweile habe ich 10 Fässer im Keller, die allein dem „Korto“ gewidmet sind.

Ihr produziert roten sowie weißen Portwein. Welche Rebsorten benutzt Ihr?

Der weiße Portwein wird aus Rivaner hergestellt und ist etwas trockener. Der rote „Korto“ besteht aus Pinot Noir und kommt dem klassischen Portwein etwas näher. Wenn auch die Farbe etwas näher am Rosé ist als am tiefroten „Porto“, was daran liegt, dass portugiesische Weine generell dunkler sind und sich unsere Gärung kürzer gestaltet.

Wie Sie bereits erwähnt haben, produzieren Sie Ihren eigenen Portwein jetzt schon seit einigen Jahren. Wie ist die Resonanz bei den Kunden?

Der Verkauf hat sich anfänglich etwas schwieriger gestaltet, doch mittlerweile ist der „Korto“ bei den Kunden immer gefragter. Es ist kein Wein, den wir im großen Stil vertreiben, doch die Leute nehmen ihn als Teil der süßlichen, lieblichen Weine der Spätlese wahr. Allein deswegen produzieren wir pro Jahr ein Fass pro Sorte, was jeweils circa 300 Flaschen ergibt.

Der Portwein ist ein Getränk, was sehr stark in Portugal verwurzelt ist. Wie empfinden Menschen aus dem Douro-Tal den „Korto“?

Die Resonanz war positiv, denn meist sagen sie, dass sie den „Korto“ sehr interessant finden. Natürlich fällt im zweiten Satz die Aussage, dass es nicht dasselbe ist wie ein traditioneller „Porto“, aber das würden wir luxemburgischen Winzer auch über unsere Weine behaupten. Sie finden es grundsätzlich spannend, dass sich auch in anderen Regionen Europas Nachahmer finden und da wir keine große Produktion sind, sind sie uns wohl gesonnen, weil wir mit unseren insgesamt 600 Flaschen jährlich keine Konkurrenz darstellen. (lacht)

Der Sommer steht vor der Tür. Wie empfiehlst du den „Korto“ in lauen Sommernächten zu genießen?

Perfekt für solche Abende ist der „Korto Tonic“. Einfach ein größeres Stück Eis in ein Glas geben, ein Viertel des Glases mit „Korto“ füllen, einen Schluck Traubensaft hinzufügen und das restliche Glas mit Tonic-Wasser auffüllen. Zur Deko noch ein Blatt Minze - fertig ist das Sommergetränk.

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